Diavolezza Geschichte

Geschichte

Das Berghaus Diavolezza liegt auf beinahe 3'000 Meter über Meer und ist mit der Diavolezza Bahn einfach von der Talstation an der Berninastrasse erreichbar. Bahn und Berghaus blicken auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurück. Einige waghalsige Bergsteiger haben von hier aus die Erstbesteigung der höchsten Gipfel der Ostalpen unternommen und man erzählt sich, dass vor langer, langer Zeit sogar einmal eine wunderschöne rothaarige Teufelin auf der Diavolezza gehaust haben soll.

Im Jahre 1937 ging in Pontresina ein denkwürdiger Kampf zu Ende, der Mitte der zwanziger Jahre begonnen hatte. Standseilbahn Alp Bondo-Diavolezza oder eine Standseilbahn von Morteratsch durch den Munt Pers zur Diavolezza – lautete die Streitfrage. Gesiegt hatte die zweite Variante, doch nur auf dem Papier, denn die  Finanzierung kam nicht zustande! 1953 diskutierte man wieder. Diesmal über eine Umlaufbahn mit vielen kleinen Kabinen oder eine Pendelbahn mit zwei grossen Kabinen. Die Pendelbahn erhielt im März 1954 die Konzession. Wie es danach weiter ging, können Sie in untenstehender Chronik nachlesen.

Zeitreise

28.02.1955 Nach anfänglichen Kapitalschwierigkeiten wird die Diavolezza-Bahn AG mit CHF 0.85 Mio. Kapital gegründet.
22.12.1956 Die Luftseilbahn Bernina-Diavolezza (LBD) wird mit einer 50er Kabine in Betrieb genommen und bereits im Sommer 1958 zu einer grösseren 62er Kabine umgebaut.
1959 Auf dem Firngletscher wird der Skilift Diavolezza Firnfeld mit Dieselantrieb gebaut und in der Sommersaison 1960 wird zum ersten Mal im Sommer auf der Diavolezza Ski gefahren.
1962/63 Kauf und Umbau Chesa Diavolezza, die Damals noch nicht am selben Standort wie das jetzige Berghaus stand.
1966 Der Kauf des 1. Pistenfahrzeuges erleichtert die Pistenpräparation. Der Skilift Bernina wird neu gebaut und das Aktienkapital von CHF 0.85 auf 1.7 Mio. erhöht. Das Berghaus wird neu mit Strom versorgt. Zum ersten Mal gab es dadurch im Berghaus elektrisches Licht.
1967 Fusion mit dem Berghaus zur Diavolezza AG.
1969 Auf Wunsch der Gäste und der Hotellerie bringt die Aufnahme des Winterbetriebes nach schlechten Sommererträgen die ersten Skifahrer auf den Berg.
1970 2. Skilift Diavolezza für Sommerskibetrieb.
1976 Der Kiosk und die Selbstbedienung des Berghauses Diavolezza werden umgebaut.
1980 Inbetriebnahme der neuen 125er Kabine der Luftseilbahn Bernina – Diavolezza.
1981 Die alte Bergstation weicht der Erweiterung des Berghaus. Es entsteht ein Touristenlager.
1987 Um die Schneesicherheit zu gewähren, wird der Bereich des Zielhanges Diavolezza mit einer Beschneiungsanlage erweitert.
1990 Neubau der Sesselbahn Diavolezza.
1997 Im Tal wird das Angebot für die “Kleinen” und Anfänger dank eines Ponyliftes erweitert.
1999 Die beiden Skilifte auf dem Diavolezza Gletscher werden abgebrochen. Die 9-jährige Sesselbahn wird auf kuppelbare Sessel umgebaut.
2002 Berghaus Diavolezza: Der Kiosk wird komplett umgebaut.
2004 Die beiden Skigebiete Diavolezza und Lagalb werden dank einer Verbindungspiste und einem Ponylift miteinander verbunden.
2006 Fusion zur Bergbahnen ENGADIN St. Moritz AG.
2011 Umfassende Modernisierung der Diavolezza Bahn.

Umfassende Modernisierung der Diavolezza Bahn

Im November 2011 war es soweit, an der Diavolezza Bahn begannen die Arbeiten zu einer umfassenden Modernisierung und damit startete das grösste Investitionsprojekt der Engadin St. Moritz Mountains in der Saison 2011/2012. CHF 4.5 Millionen wurden investiert, um die Bahn auf den neusten Stand der Technik zu bringen und den Gästen bei den Berg- und Talfahrten noch mehr Komfort zu bieten. Dazu Dieter Bogner, Marketingchef der Engadin St. Moritz Mountains: „Wir wollen zu den besten Skigebieten der Welt gehören und deshalb haben wir uns auch an der besten Technik, die derzeit auf dem Markt erhältlich ist, orientiert.“ Als Generalunternehmer für das Projekt wurde Garaventa, der Marktleader im Schweizer Seilbahnbau verpflichtet. Den neuen Antrieb und den Motor liefert ABB (Oerlikon), die Seilbahnsteuerung und das Bremsaggregat kommen von der Frey AG (Stans). Während all diese Neuerungen von den Gästen später kaum wahrgenommen werden können, weil sie im Inneren der Diavolezza Talstation ‚verborgen’ sind, sind die neuen Kabinen zukünftig ein optischer Blickfang, und nicht nur das: Schon auf den ersten Blick wirkt die neue Kabine der Diavolezza Bahn futuristisch. Insgesamt ist sie etwas kleiner als die alte Kabine dafür aber schwerer. Durch die Fenster, die bis zum Boden reichen, fühlen sich die Gäste nicht mehr so eingeengt und haben dazu eine traumhafte Rundumsicht. Ein neues, revolutionäres Beladungskonzept mit drei elektrischen Schiebetüren wird das Ein- und Aussteigen der bis zu 107 Fahrgäste erleichtern und effizienter gestalten.Sämtliche Modernisierungsmassnahmen und die turnusmässigen Revisionsarbeiten wurden in der Zeit zwischen dem 26. November 2011 und dem 10. Februar 2012 durchgeführt. Den gewählten Zeitraum begründet Markus Meili, Geschäftsführer der Engadin St. Moritz Mountains, wie folgt: Im Frühjahr ist auf der Diavolezza das schönste Firn-Skifahren und das Gebiet ist ideal für Hochtouren. Im Sommer gibt es hier für Kletterer und Wanderer mit die wichtigsten Bergangebote im Engadin. Und wenn wir im Herbst mit dem Umbau beginnen würden, könnte die Skisaison hier nicht bereits im Oktober eröffnet werden. Deshalb haben wir uns für das ‚kleinste Übel’ entschieden und starteten mit den Baumassnahmen, wenn unsere anderen Bergbahnen in Betrieb sind, also unsere Wintersportler ein sehr grosses Angebot an Bahnen, Liften und Pisten im ganzen Tal haben.“

Corvatsch 3303
Corvatsch Park